Thunfisch gegen Eisbär

Mitte April ist es wieder so weit. Die Fangsaison für Thunfische wird eröffnet. Dabei ist der Blauflossen Thunfisch kurz vor dem aussterben. Laut WWF ist dieser Thunfisch bis 2012 aus dem Mittelmeer verschwunden.

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Abbildung 1: Foto – Stewart

Schaut so aus als ob der Thunfisch einer der Verlierer des Klimawandels ist und wenn man mal nachdenkt könnte doch alles anders sein.

“Ein kleiner Thunfisch kommt im Tiergarten von Berlin zur Welt, wird von seiner Mutter nicht angenommen, ein Pfleger erbarmt sich und   päppelt diesen Fisch groß.”

Was wäre dann wohl passiert? Würde dann der Klimawandel auch für das aussterben dieses Fisches verantwortlich sein? Würden die Kinder die Thunfisch Pizza (Tonno) plötzlich auskotzen?

Es ist aber anders gekommen, ein Eisbär machte das Rennen. Auf der Seite von welt.de habe ich den Artikel Die Mär vom sterbenden Eisbär gefunden.

Der Rückgang des Lebensraums auf der gefrorenen Meeresoberfläche lasse die Zahl der Eisbären immer weiter sinken, sagte Kempthorne. Die Tiere jagen vom Packeis aus Robben, die zu ihrer Hauptnahrung zählen. Im offenen Wasser gelingt es Eisbären hingegen kaum, Beute zu erlegen. Schätzungen zufolge gibt es noch etwa 25.000 Eisbären, von denen zwei Drittel in Kanada leben. Vom US-Innenministerium angefertigte Studien sagen hingegen angesichts der schmelzenden Polkappen ein Aussterben der Eisbären bis 2050 voraus.

Ah – verstehe, darum müssen wir den Robbenbestand jedes Jahr dezimieren. Nicht weil wir die Fischbestände sichern oder uns in die edlen Felle der Robben hüllen wollen, sonder weil es der Eisbär nicht so einfach haben soll, seine Beute zu erlegen.

Soll er doch laut ehemaligem Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, der Knut adoptiert hat, das Symbol für den Klimawandel werden und wer für den Klimawandel herhalten muss dem darf es auch nicht zu gut gehen. Man braucht ja ein leidendes Tier um die Menschenherzen zu erweichen.

Apropos leidendes Tier. Ich will ihm ja nichts schlechtes aber er hat schon verdammtes Glück, der Eisbär. Im Gegensatz zu Bruno, der sicher auch ein niedliches Kuscheltier abgegeben hätte. Mit dem Vermarkten schaut es aber hier schon schlechter aus. Vielleicht als Stofftier mit Plastikgewähr? “Knall den Bruno ab!” Beißt sich mit den Ballerspielen die in Deutschland nicht so gerne gesehen sind. Anders rum geht es zwar auch. Auf der Seite http://www.brunoderbaer.de/ gibt es ein kleines Online Spiel mit dem Title “Brunos Rache”. Lockt aber keinen aus der Reserve und füllt auch nicht die Kassen.

Kommen wir wieder zurück zum Thunfisch. Da das “Handelsverbot für Roten Thunfisch gescheitert” ist. Sollten wir was machen. Man wird sich zwar jetzt fragen was hat der Blauflossen Thunfisch mit dem Roten Thunfisch zu tun. Es ist der selbe.

Fakt ist, es interessiert keinen! Zwar höre ich immer “Als einzelner kann man doch gar nichts machen”. Bei Knut hat es aber auch funktioniert. Einzelne habe Knut im Zoo besucht. Einzelne habe sich Stofftiere und andere Produkte auf denen Knut abgebildet war gekauft. Einzelne habe den Eisbäre also zudem gemacht was er jetzt ist.

Es müssten somit auch “Einzelne schaffen” den Thunfisch zu helfen.

Kauf also Bitte die Produkte, die aus Thunfisch gemacht werden, nicht mehr. Und wenn dann die Thunfische nicht mehr durch die ganze Welt transportiert werden, weil sie keiner haben will, dann helft ihr auch gleich noch dem Klima und somit auch dem Eisbären.

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